Straßenkerb in Altenhaßlau - „Gelnhäuser Neuen Zeitung"
Am ersten Augustwochenende 2011 fand die 18. Straßenkerb in schönen Dorfkern in Altenhaßlau statt. Wir veröffentlichen an dieser Stelle den in der „Gelnhäuser Neuen Zeitung" erschienenen Presseartikel, der unten in seiner Vollständigkeit nachzulesen ist.
Lokalteil der „Gelnhäuser Neuen Zeitung" am Dienstag, 09.08.2011
Ausdauer in der Kaumuskulatur
Altenhaßlauer Kerb geht mit buntem Programm zu Ende
Linsengericht-Altenhaßlau (jol). Strahlende Gesichter und zufriedene Mienen weit und breit gab es am Sonntagabend auf der Altenhaßlauer Straßenkerb. Mit dem Fällen des Kerbbaums und dem Begraben der Kerb ging das Fest bei strahlendem Sonnenschein zu Ende. Wie am Samstag, als nur der Auftakt verregnet war, hatten die Altenhaßlauer auch am bunten Kerbsonntag viel Glück mit dem Wetter. So genossen zahlreiche Besucher die Attraktionen.
Nachdem es in der Nacht heftig regnete, zeigte sich pünktlich nach dem Kerbgottesdienst in der Martinskireche die Sonne zum ersten Mal zwischen den Wolken. So kamen auch bei der zweiten Runde der Dorfführung zahlreiche Gäste und genosssen den Einblick in das historische Geschehen in Altenhaßlau.
Am frühen Nachmittag wandte sich wieder Moderatorin Anja Merlin an die Gäste. Nachdem die Kerbburschen erneut mit ihrem Tanz glänzten, stellten sich Andreas Krieg, Olaf Schliepter, Markus Mann und Thomas Rittig den Aufgaben der „Perfekten Altenhaßlauer Minute". Dabei galt es jeweils 60 Sekunden lang, in Geschicklichkeitsspielen zu punkten. So sollten halb gefüllte Platikflaschen zurück in die Kasten gewofen werden. Dabei gelang es Thomas Rittig, eine sonst sehr stabile PET-Flasche mit einem Wurf zum Auslaufen zu bringen. Am geschicktesten zeigte sich hier Markus Mann, der auch in den folgenden Spielen stets ganz vorne dabei war. Beim Umpusten von Karten mit Hilfe von Tic-Tacs, die mit einem Strohhalm verschlossen wurden, half der aufkommende Wind. Dafür erforderte das Stapeln von Zuckerwüfeln auf einem im Mund gehaltenen Lineal viel Ausdauer in der Kaummuskulatur. Es wurden außerdem beim „Luftaballon-Tanz" jeweils zwei Bälle mäglichst lange in der Luft gehalten und anschließend abwechselnd Tennisbälle und Klopapierrollen gestapelt. Direkt im Anschluss tanzten die Square-Dancer der Barbarossa Promenaders. Am Stand der „Haselnüss" präsentierten sich Jürgen Kupke und Frank Wagner als „Linsengerichter Versuchung". Als Starßenmusiker waren „Mandoline Draht Kaputt" unterwegs und gaben einen Auftritt als Alphornbläser. Währenddessen wurden beim Geschichtsverein Fotos aus vergangenen Tagen und Ikebana gezeigt und auf dem Kinderflohmarkt an der Hauptstraße gute Geschäfte gemacht. Um 17 Uhr läutete der Musikverein Lützelhausen die letzten Stunden der Straßenkerb ein. Nachdem die letzten 100 Euro Kerbgeld der Button-Aktion an den Manngebracht waren, krächzten die Kerbburschen noch einmal ein lautes „Die Kerb – sie lebe hoch". Danach wurde mit kräftigen Axtschlägen als Symbol des Kerbendes der Baum gefällt und die Kerb wieder im Loch am Schwesternhaus vergraben. Es mischte sich etwas Wehmut in die Aktion, aber alle freuten sich auf auf das kommende Jahr. Wenn dann Petrus den Kerbfeiernden ähnlich gnädig ist, steht einer erfolgreichen Straßenkerb 2012 wenig im Weg.




